Übergewicht bei Hunden – Figurprobleme verhindern

Übergewicht bei Hunden

Übergewicht bei Hunden – leider kommt dies in der heutigen Zeit immer häufiger vor. Wie beim Menschen auch, sammelt sich im Körper des Hundes vermehrt Fett an. Dieses kann verherende Folgen für Deinen Liebling haben. Deswegen spreche ich heute ganz offen mit Dir über dieses Problem und gebe Dir Tipps, wie Du Übergewicht bei Deinem Hund vermeidest und – wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist – Du dagegen tun kannst.

Welche Folgen hat Übergewicht bei Hunden

Übergewicht bei Hunden, sogenanntes Adipositas, kann viele Folgen haben. Zum einen hat es natürlich starke Auswirkungen auf den Bewegungsapparat. Es kann zu starken Schädigungen der Gelenke führen und Dein Hund wird lustlos und hat Schmerzen. Aber neben diesen Sorgen kommen noch negative Auswirkungen auf die Organe hinzu. So können die Kilo zu viel auf der Waage zu Atem- und Verdauungsproblemen, Lebererkrankungen, Hautekzemen und Schwächung des allgemeinen Immunsystems führen.

Dein Hund möchte sich nicht mehr so gerne bewegen oder spielen, was natürlich in einen Teufelskreis führt, denn auch Bewegung ist für die perfekte Bikini-Figur unerlässlich. Außerdem ist es bewiesen, dass fettleibige Hunde eine kürze Lebenserwartung haben. Und Du möchtest doch sicher so viel Zeit wie möglich mit Deiner Fellnase verbringen?

Hier noch mal die Folgen im Detail

Verdauungsprobleme

Die Verdauungsprobleme entstehen dadurch, dass sich Dein Hund durch das Übergewicht weniger bewegt. Doch für eine gesunde Verdauung ist Bewegung eben unabdingbar. Die Folgen von zu wenig Bewegung sind Verstopfung und Blähungen.

Harnsteine

Übergewichtige Hunde können auch unter Harnsteine leiden. Häufig kommt es zum vermehrten Absetzen von Urin und kann somit auch zu Inkontinenz führen. Hattest Du schon mal Harnsteine oder eine Blasenentzündung? Dann weisst Du, wie unglaublich schmerzhaft das ist.

Diabetes

Hier unterscheiden wir zwei Arten: Dein Hund hat entweder einen Insulinmangel oder eine Insulinresistenz. hierbei kann Dein Hund die in der Nahrung enthaltene Glukose nicht verwerten. Anzeichen hierfür sind häufiges Urinieren, vermehrtes Trinken, kein Sättigungsgefühl oder auch Ermüdungserscheinungen. Achtung: bei diesen Anzeichen suche definitiv einen Tierarzt auf!

Gelenkprobleme

Durch das Übergewicht werden die Gelenke stärker belastet und nutzen sich schneller und übermäßiger ab. Es entstehen Erkrankungen wie  Arthrose oder Arthritis. Und dieses sind sehr schmerzhafte Erkrankungen. Dein Hund möchte sich noch weniger bewegen. Weniger Bewegung führt wiederum zu einem niedrigeren Energieverbrauch – die Spirale Übergewicht dreht sich weiter.

Organische Leiden

Übergewicht begünstigt leider auch einen höhen Blutdruck. Du kennst das sicherlich auch vom Menschen. Er wird kurzatmiger, denn es ist anstrengend, die vielen Kilo mit sich herum zu schleppen. Bitte denke auch daran, dass dieses selbstverständlich auch ein erhöhtes Risiko bei medizinischen Eingriffen dar stellt.

Störung des Immunsystems

Wusstest Du, dass in der Darmschleimhaut etwa 70% der körpereigenen Immunzellen sind und dort etwa 90% der Antikörper gebildet werden? Somit sollte Dir bewusst sein, dass Du Deinen Hund auf jeden Fall gesund ernähren solltest. Denn nur ein gesunder Körper kann Stoffe verdauen und verarbeiten. Kann der Körper dies nicht, ist der Weg frei, dass sich Fett ansammeln kann.

Übergewicht bei Hunden – wie erkenne ich das Idealgewicht?

Ob Dein Hund sein Idealgewicht hat, erkennst Du daran, dass Rippen und Rückenwirbel nicht sichtbar, aber ertastbar sind. Auf dem Brustkorb ist eine dünne Fettschicht zu fühlen. Musst Du Dich anstrengen, die Rippen zu fühlen, spricht das bereits für Übergewicht. Fühlst Du sie gar nicht, spricht man von Fettleibigkeit.

Auch solltest Du beim Drüberstreichen die Ende der Rückenwirbel spüren können.

Natürlich sollte Dein Hund auch eine sichtbare Taille haben. Bei einem Fellmonster wie Mira kannst Du am besten das Fell etwas glatt streichen. Hinter dem Brustkorb sollte also eine Einkerbung nach innen zu sehen sein. Bei vielen Hunden kann man das besonders gut erkennen, wenn sie baden waren.

Übergewicht bei Hunden
Wie Du siehst, ist bei Mira eine deutliche Taille sichtbar. Sie hat momentan eine perfekte Figur.

Übergewicht bei Hunden – und nun?

Jetzt fragst Du Dich vermutlich, wie Du das Gewicht Deines Hundes am besten regulierst.

Hierzu gebe ich Dir gerne meine Erfahrungen weiter, denn auch Mira hatte mit Übergewicht – vor allem nach ihrer Kastration – zu kämpfen.

Übergewicht entsteht einfach dadurch, dass Dein Hund über Futter mehr Energie zu sich nicht, als er verbraucht. Dadurch werden die übrigen Energien in Fettpolster angelegt.

Du hast also zwei Möglichkeiten:

  • Den Verbrauch der Energie erhöhen oder
  • die Energiezufuhr senken

Bei einem fettleibigen Hund solltest Du aber definitiv die Energiezufuhr senken. Belastet Du Deinen Hund durch starke Bewegung mit Übergewicht, kann dieses – wie oben schon geschrieben – zu deutlichen Schädigungen im Bewegungsapparat führen.

Fütterungsfehler erkennen

Als ersten Schritt überprüfe Deine Fütterung. Wie schon beschrieben, entsteht Übergewicht durch eine zu hohe Energiezufuhr. Und die Energiezufuhr ist nichts anderes als Futter. Dein Hund bekommt also zu viel Futter.

Bitte beachte: Häufig geben die Futtermittelhersteller einen zu hohen Wert bei den Fütterungsempfehlungen an. Hierdurch ist Übergewicht schon automatisch vorprogrammiert. Gerade bei Trockenfutter stellt dieses ein großes Problem dar. Zudem sind im Trockenfutter Lockstoffe, Konservierungsstoffe, künstlich zugeführte Fette und viel anderer Unfug enthalten.

Meine Empfehlung an Dich: Lass die Finger von Trockenfutter. Es mag bequem und einfach sein – aber es ist ungesund. Schau Dir einfach mal die Deklaration an, dort ist oft nicht mal alles aufgeführt.

Was ist bei der Fütterung zu beachten?

Zum einen solltest Du das Futter auf jeden Fall abwiegen. Auch wenn Du denkst, Du hast ein gutes Gefühl für die Menge, gehe lieber auf Nummer sicher, wenn Dein Hund zu Übergewicht neigt. Wiege es in jedem Fall auch morgens ab und teile es auf.

Ich mache es so, dass Mira morgens nur einen Löffel bekommt, da sie zudem noch Nahrungsergänzungen für die Gelenke erhält und ich es damit reiche. Alles andere gibt es abends. Der Vorteil ist hierbei, dass Du dann weisst, wie viel Leckerlis oder Kausachen Du über den Tag gereicht hast.

Gesunde Leckerlis

Wiege auch die Leckerlis morgens ab. Und natürlich: Achte auf gesunde Leckerlis! Die meisten Leckerlis im Fachgeschäft enthalten Getreide oder sogar Zucker. Absolutes Gift für Deinen Liebling. Ich nutze EasyBarf von AniFit. Hierbei handelt es sich um gefriergetrocknetes Fleisch. Es lässt sich gut in kleine Stückchen brechen und somit toll über den Tag aufteilen. Etwas anderes gibt es bei uns als Leckerlis so gut wie nie. Und der Vorteil daran? Mira liebt es – und bisher waren auch alle andere Hunde begeistert, die EasyBarf getestet haben!

Übrigens: Belohn doch alternativ auch mal mit Spielen! Zum einen hat Spiel mit Bewegung zu tun, was Energie verbraucht und zum anderen führst Du hierdurch auch keine neue Energie zu. Und Spielen stärkt auch immer die Bindung! Hierbei ist es ganz egal, welches Spielen Dein Hund und Du bevorzugt. Mach das, was Euch Beiden Spaß macht.

Übergewicht bei Hunden: ein kleiner psychologischer Trick

Einen kleinen Life-hack habe ich noch für Dich. Denn das Auge des Besitzers isst mit. Und das bedeutet: Liegt wenig im Napf, fühlt man sich leicht schlecht. Ein kleiner Trick bringt hierbei Abhilfe: Nutze einen kleineren Napf. Das klingt vielleicht etwas komisch, aber in einem kleinen Napf sieht das Futter nach „mehr“ aus und wir haben ein besseres Gefühl. Dem Hund ist es sowieso egal, woher er sein Futter bekommt. Also trickse Dich selbst etwas aus 🙂

Ich zeige Dir hier mal ein Beispiel: 200 Gramm auf einem kleinen Teller und in einem großen Napf: Sag ehrlich – was sieht mehr aus?

Übergewicht bei Hunden – Mhytos Diätfutter

Lass bitte auf jeden Fall auch die Finger von hoch gepriesenem Diätfutter! Oft sind Füllmaterialien wie Holz oder Federn verarbeitet. Davon kann Dein Hund nicht satt werden. Als Folge hat Dein Hund dauerhaft Hunger und hat nie das Gefühl, auch satt zu sein.

Abgesehen davon fehlen in diesem Futter ausreichende Nährstoffe, sodass Dein Hund nicht ausreichend versorgt wird. Gerade ein durch Übergewicht geschwächtes Immunsystem kann dadurch noch weiter verschlechtert werden!

Übergewicht bei Hunden und die gesunde Ernährung

Nun möchte ich Dir etwas aus meinen Erfahrungen erzählen. Mira war auch übergewichtig. Sie hat kaum noch etwas zu fressen bekommen und nahm trotzdem zu. Klingt komisch? War aber tatsächlich so. Sie hat das Futter nicht wirklich verarbeiten können. Gerade nach ihrer Kastration stellte sich ihr ganzer Organismus um.

Ich war absolut verzweifelt. Mira erhielt fast nichts mehr zu fressen. Sie war unzufrieden und an ein Training war auch nicht mehr zu denken (Erleb mich mal, wenn ich Hunger habe, dann verstehst Du, was ich meine 😉 ).

Natürlich glaubte mir niemand, dass Mira wirklich extrem auf Diät war und ich wurde im Hundeverein komisch angeschaut. Natürlich gab es auch eine Rüge vom Tierarzt. Ich hatte das Gefühl, komplett alleine zu stehen.

Mira schämt sich auf der Waage
Schämen bei der Gewichtskontrolle? Mit der richtigen Ernährung ist das nicht mehr notwendig!

Dann stellte ich Mira auf AniFit um. Sie erhielt gemäß des Futterrechners die untere Grenze und hatte innerhalb weniger Wochen fast ihr Idealgewicht erreicht. Ohne Diätfutter, ohne wirkliches Fress-die-Hälfte. Und nun erhält sie ihr Gewicht kontinuierlich, und das auf gesunde Art und Weise.

AniFit hat eine natürliche Darmsarnierung und enthält alles, was Dein Hund benötigt. Wenn Du Fragen zu AniFit hast, sprich mich bitte gerne an. Uns hat es unglaublich viel geholfen.

Schau Dich doch mal in unserem AniFit-Shop um. Mit dem Code SLEEPHERDS erhältst Du als Neukunde direkt 10% Rabatt.

Übergewicht bei Hunden und die ausreichende Bewegung

Wie oben schon beschrieben, sollte jeder Hund auch ausreichend Bewegung erhalten, um Energie verbrauchen zu können. Und ich persönlich habe mir auch einen Hund geholt, damit ich mich gemeinsam mit ihm bewegen kann. Mit einem stark übergewichtigen Hund solltest Du es allerdings nicht zu schnell angehen. Denk an die Belastungen für die Gelenke. Das heißt aber nicht, dass er nur herum liegen sollte, bis er erschlankt ist. Fange langsam an, teste aus, was gut für Deinen Hund ist. Steigere Dich langsam, aber kontinuierlich. Auch Muskelaufbauübungen sind hilfreich bei dem Fitnesstraining.

Übergewicht bei Hunden – wie schnell sollte mein Hund abnehmen

Du hast das bestimmt auch für Menschen schon mal gehört: Zu schnelles Abnehmen ist nicht gut! Pro Woche sollte Dein Hund zirka 1-3% Gewicht verlieren. Bei einem Hund mit 20 Kilo wären das also gerade mal 200-600 Gramm! Setze Dir also die Ziele nicht zu hoch, sondern arbeite lieber kontinuierlich an dem perfekten Gewicht für Deinen Hund.

Fazit: Übergewicht bei Hunden

Wie Du siehst, ist es auch mir passiert, dass mein Hund übergewichtig war. Wichtig ist nur, dass Du das Problem erkennst und daran arbeiten willst. So kannst Du Deinen Hund nicht nur vor Schmerzen und Leid bewahren, sondern er möglichst Dir und ihm auch eine längere gemeinsame Zeit. Also worauf wartest Du? Wenn Dein Hund Übergewicht hat, zögere nicht und arbeite daran!

 

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2 Kommentare bei „Übergewicht bei Hunden – Figurprobleme verhindern“

  1. Ein ganz toller und wichtiger Beitrag! Es ist nämlich schade zu sehen, dass viele Leute ihren Hund gefühlt „mästen“. Hier kommt mir ein alter Herr mit seinem Dackel in Erinnerung, den ich vor 2 Jahren regelmäßig am Bahnhof gesehen habe. Der Dackel war ein rollendes Fass – und das ist nicht übertrieben – und ich habe mich immer wieder gefragt, wie man so etwas seinem Hund antuen kann. Denn leider wurde es in all der Zeit nicht besser (aber zum Glück wohl auch nicht schlimmer …).

    Ich denke hier kann jeder Leser ein bisschen was für sich mitnehmen 🙂

    Liebe Grüße,
    Regina

    1. Liebe Regina,
      ich gebe Dir vollkommen recht. Leider ist es oft falsch gemeinte Tierliebe. Was diese Menschen dem Tier damit antun, ist ihnen vermutlich oft gar nicht bewusst. Leider sind viele Menschen auch nicht darüber aufgeklärt, wie viel „Mist“ in den gängigen Futtermittelsorten enthalten ist.
      Ich bin froh, dass ich Miras Gewicht inzwischen so gut im Griff habe und hoffe, dass ich hiermit auch andere zum Umdenken anregen kann.
      Liebe Grüße von der Nordsee,
      Wiebke

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