Wie werde ich ein Petfluencer? Tipps & Tricks

Petfluencer werden

Wie Du sicher schon gemerkt hast, sind wir sehr aktiv auf Instagram. Seit drei Jahren existiert dort nun unser Account Sleepherds und erst durch Mira und Instagram habe ich mich intensiver mit der Fotografie beschäftigt. In den letzten zwei Jahren ist unser Account dort stätig gewachsen. Oft werde ich gefragt, wie man erfolgreich als Petfluencer wird. Ich habe immer wieder Dinge ausprobiert und möchte Dir heute meine Erfahrungen weitergeben. Vielleicht helfen Sie Dir ja auch auf Deinem Weg. Meine Tipps gelten für Instagram.

Petfluencer – was ist das eigentlich?

Petfluencer – ein komisches Wort? Vielleicht hast Du das Wort Influencer schon mal gehört? Der Petfluencer macht nicht anderes, nur eben für Haustiere. Und „Influencen“ ist nichts anderes als „Beeinflussen“. Wo Du beeinflusst, ist natürlich ganz von Dir abhängig. Das kann zum Beispiel im Bereich Produkttests und -werbung sein. Das kann aber auch im Bereich Training und Erziehung, Fotografie oder oder zu sein. 

Melde ein Nebengewerbe an

Und direkt ganz weit vorne ein ganz wichtiger Hinweis: Willst Du als Petfluencer arbeiten und damit Geld verdienen oder kostenlos Produkte gestellt bekommen, benötigst Du ein Nebengewerbe. Denn auch kostenlos gestellte Produkte sind Einnahmen und steuerlich relevant! Nimm dies bitte nicht auf die leichte Schulter! Die Anmeldung des Nebengewerbes ist je nach Kommune nicht so teuer (Ich habe bei uns 30 Euro bezahlt). Dann kannst Du alle Einnahmen bei Deiner Steuererklärung angeben und bist auf der sicheren Seite! Lasse Dich am besten von Deinem Steuerberater beraten.

Petfluencer – Dein Profil

Fangen wir mal ganz vorne an: Du legst Dir ein Instagram-Profil an. Bereits hier kannst Du auf einige wichtige Dinge achten. Alles, was ich Dir erzähle, sind nur Anreize. Bitte entscheide für Dich selbst, was für Dich Sinn macht und was eher nicht. Denn das wichtigste in den Sozialen Medien ist, authentisch zu sein! Sei Du selbst, denn keiner kann das besser als Du.

Der richtige Instagram-Name

Der erste Schritt ist die Findung des richtigen Namens. Hier scheiden sich bereits die Geister. Einige sagen, man sollte direkt aus dem Namen erkennen, worum es bei Deinem Account geht. Ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher, ob das so ausschlaggebend ist. Wir heißen Sleepherds. Das ist ein Wortspiel aus Shepherd und Sleep (da Mira so gerne ausschläft 🙂 ). Früher hießen wir _mira_and_friends_ . Ich habe den Namen aus dem Grund geändert, da die ganzen Unterstriche eher kontraproduktiv sind.

Dein Name sollte einfach sein, einen Wiedererkennungswert haben und sich einprägen. Deswegen solltest Du darauf achten, nicht so viele Sonderzeichen zu nutzen und den Namen einfach zu gestalten.

Petfluencer
Achte bei Deinem Profil darauf, dass es harmonisch wirkt. Wähle ein gutes Profilbild und einen einprägsamen Namen.

Außerdem solltest Du Dir die Frage stellen, ob der Name international genutzt werden kann. Instagram beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Ein großer Teil meiner Follower stammt aus den USA.

Deine Biografie

Neben Deinem Accountnamen kannst Du in Deiner Biografie noch einige Informationen unterbringen. Zum einen natürlich beim Namen. Dort solltest Du in jedem Fall schreiben, worum es bei Deinem Account geht. Bei uns steht dort zum Beispiel „Mira the Australian Shepherd“. So weiß jeder, dass wir ein Hundeaccount sind. Dann kannst Du noch weitere Informationen unterbringen, zum Beispiel Eure Namen (also von Dir und Deinem Hund), Euer Alter, was Euch wichtig ist. Ihr könnt dort auch einen eigenen Hashtag hinterlegen (komme ich etwas später noch drauf zurück). Wenn Ihr eine Homepage habt, könnt Ihr auch diese dort hinterlegen.

Bei uns steht ein Zitat. Leider konnte ich nicht zurück verfolgen, von wem dieses stammt, aber es beschreibt sehr gut, wofür wir stehen. Und dieses Zitat stand von Anfang an da, deshalb habe ich es nie geändert. 🙂

Petfluencer – das richtige Profilbild

Aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Element ist die Wahl des richtigen Profilbilds. An dieser Stelle würde ich Dir empfehlen, dass Du Dir Gedanken machst. Zwar ist das Profilbild sehr klein, aber es ist das, was man als erstes sieht, wenn Du Beiträge likst oder kommentierst. Es sollte sich also von anderen Profilbildern abheben. Da darfst Du gerne kreativ sein, zum Beispiel knallige Farben nehmen – oder halt sehr reduziert arbeiten. Wir nutzen unser Logo. Ich empfehle Dir auch, es nicht zu häufig zu ändern. Denn auch bei den Stories sieht man als erstes dieses Bild und erkennt sofort: Ach, das bist ja Du!

Accounteinstellungen

Als letzten Punkt zum Thema Profil möchte ich noch auf die Einstellungen kommen.

Aktiviere auf jeden Fall die zweistufige Authentifizierung!! Zu viele Accounts kenne ich, die bereits gehackt wurden. Wenn Du Dir eine große Followerzahl erarbeitet hast, gibt es nichts ärgerlicheres als das. 

Dein Account sollte außerdem natürlich öffentlich sein, weil nur dann Menschen auch sehen, was Du teilst. Sehr gut ist hier, einen Business-Account zu nutzen, da Dir dann auch die Insights zur Verfügung gehen. Die Insights sind verschiedene Statistiken, die für Deine Planung durchaus hilfreich sein können.

Petfluencer – die richtigen Fotos

Merke Dir den Spruch: „You never get a second chance to make a first impression“ (- Will Rodgers). Das Foto ist das erste, was die Leute von Deinem Account sehen. Das Foto bringt Menschen dazu, auf Dein Profil zu gehen, genauer hin zu schauen. Daher sollten Deine Fotos auch hochwertig sein. Es müssen definitiv nicht immer Kamerafotos sein. Auch mit Handykameras kann man inzwischen tolle Fotos zaubern! Dennoch solltest Du Dir Gedanken machen, kreativ sein und Qualität bieten.

Sollte das Feed einheitlich sein?

Die einen sagen ja, die anderen nein. Schaust Du Dich bei großen Influencern um, sind diese schon meist recht einheitlich. Es sieht aufgeräumter aus, ordentlicher. Es gibt sogar Apps dazu, die es Dir ermöglichen, zu testen, ob ein neues Foto in Dein aktuelles Feed passt.

Ich persönlich lege da nicht so viel wert drauf. Dadurch, dass Mira immer drauf ist, reicht mir das als einheitlicher Punkt. Ich möchte mich nicht festlegen müssen. Ich bearbeite meine Fotos komplett selbst. Ohne Presets und möchte mich weiter entwickeln. Aber das ist eine Sache, die Du für Dich selbst entscheiden musst.

Presets

An diesem Punkt möchte ich Dir direkt auch Hinweise zu etwas geben, so genannten Presets. Mit Presets kannst Du zum Beispiel bei Lightroom Voreinstellungen nutzen. Diese werden, zum Teil kostenlos und zum Teil kostenpflichtig, bereits überall angeboten. Hierdurch kannst Du erreichen, dass Deine Fotos ähnlich aussehen und Du Dein Feed einheitlich erhältst. Es ist eine einfache Möglichkeit und Du sparst Zeit bei der Bearbeitung.

Wie sollte das Foto aussehen?

Da wir ja von Hundefotos reden, hier meine Empfehlung für Hundefotos, die gerne auf Instagram angenommen werden. Generell kommen im Verhältnis Hochformatfotos besser an als Fotos bei gleicher Qualität im Querformat. Dieses liegt daran, dass hochformatige Fotos beim Smartphone das Display länger abdecken und der Nutzer somit länger auf Dein Foto schaut.

Sehr gerne gelikt werden auch Fotos, auf denen die Augen Deines Hundes gut zu sehen sind. Zu viel „Drumherum“ ist häufig gar nicht so beliebt. 

Petfluencer - das richtige Foto
Dies ist mein bisher erfolgreichstes Foto auf Instagram.
Häufig wird aber auch sehr gut angenommen, wenn die Augen gut sichtbar sind und direkt in die Kamera gucken. Probiere Dich einfach etwas aus.

Mir ist aufgefallen, dass Fotos, die einen starken Grünanteil haben, auch nicht so beliebt sind. Hier kann ich Dir aber gar nicht begründen, woran das liegt. Bei mir werden gerne helle Fotos angenommen. Auch ein Sonnenauf – oder untergang wird gerne angenommen. Du findest weitere Anreize in meinem Beitrag über eine gute Bildgestaltung.

Meine Empfehlung also: Hochkant, Augen gut sichtbar und ansonsten – sei kreativ! Lass Dir was einfallen, lasse Dich inspirieren.

Petfluencer – der Text zu Deinem Beitrag

Für Deinen Text unter dem Bild solltest Du Dir verschiedene Dinge überlegen: Wen möchtest Du ansprechen, sprich welche Sprache möchtest Du nutzen? Ich schreibe beispielsweise meist in Englisch und Deutsch. Zwar fallen meine deutschen Texte meist länger aus, aber auch meine englisch-sprachigen Follower möchte ich ansprechen.

Als weiteren Punkt solltest Du Dir überlegen, worüber Du berichten möchtest. Klingt jetzt vielleicht etwas plump. Viele Accounts schreiben nur ein Zitat in ihren Beitrag. Das kann mal ganz nett sein, aber dadurch bindest Du nicht wirklich die Follower an Dich. Auch ständige zu lange Aufsätze sind auf Dauer anstrengend – denn wer hat die Zeit, das alles zu lesen? Aus meiner Sicht macht es die Mischung. Klar kann ein Text mal länger werden, dafür wird der nächste auch mal kürzer. Es kommt immer darauf an, was halt so passiert.

Wichtig: Call to action einbauen

Ein wichtiges Element bei Deinen Texten ist eine sogenannte Call to Action. Das bedeutet, dass Du die Leute, die über Deinen Beitrag stolpern, aufforderst, zu kommentieren oder etwas zu tun. Denn je mehr gelikt und kommentiert wird, als desto interessanter wird Dein Beitrag für Instagram eingestuft. Frag zum Beispiel, was die Postbetrachter von etwas bestimmten halten, wie sie etwas handhaben. 

Und aus meiner Sicht ist es auch sehr wichtig, auf die Kommentare zu reagieren. Gehe darauf ein, frage vielleicht noch mal genauer nach. Denn wenn sich schon jemand die Mühe macht, bei Dir zu schreiben, solltest Du Dir dem auch bewusst sein.

Hashtags

Und zu guter letzt: Die Hashtags. Instagram lässt es zu, bis zu 30 Hashtags in einem Post zu verbauen. Hier ranken sich viele Mythen darüber, was richtig ist. Lieber etwas weniger Hashtags oder doch die vollen 30? Fakt ist, nutzt Du alle 30, kannst Du auch über alle 30 gefunden zu werden. Achte aber auf die richtige Auswahl. Die Hashtags sollten zu Dir und Deinem Account passen.

Nimm nicht direkt Hashtags mit riesigen Nutzungszahlen! Wurde ein Hashtag bereits sehr oft genutzt, hast Du als „Anfänger“ keine Chance, dort hoch gerankt zu werden im Vergleich zu einem größeren Account. Wähle also vorerst kleinere Hashtags und arbeite Dich nach oben.

Und noch ein Tipp: Wechsel die Hashtags regelmäßig! Nutze nicht immer die gleichen, sondern lege Dir einfach verschiedene Hashtag-Zusammenstellungen zurecht.

Werbung markieren

Du solltest Dich außerdem ausreichend über Werberichtlinien informieren. Da ich Dir natürlich keine Rechtsberatung bieten kann, werde ich hierauf nicht näher eingehen. Sobald Du jedoch einen Account oder eine Marke markierst, zeigst oder nennst, ist dieses Werbung und Du musst es also auch als Werbung kennzeichnen!

Petfluencer – was ist noch zu beachten?

Und nun hörst Du einen Satz von mir, den Du wahrscheinlich schon zig mal gehört hast, aber für mich das Wichtigste ist:

Sei authentisch! Sei Du selbst!

Die Menschen müssen Dir abnehmen, was Du machst. Sie müssen mit Dir eine persönliche Bindung aufbauen. Sich freuen, wenn Du postest oder etwas in den Stories zeigst. Und auch Dir soll es Spaß machen, also verbiege Dich nicht!

Außerdem: Lasse Dich inspirieren, aber kopiere niemanden. Gib außerdem an, wenn Du Dich bei jemand inspirieren lassen hast. 

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