Hundefotografie – mit dieser Ausrüstung fotografiere ich!

Hundefotografie - mein Equipment

Neben Mira habe ich noch eine zweite ganz große Liebe. Tatsächlich ist diese auch erst durch Mira so gewachsen: Die Hundefotografie und inzwischen auch die Menschenfotografie wie Hochzeiten oder Feiern. Da es eine der mir meist gestelltesten Fragen ist, erzähle ich Dir heute, wie ich zur Fotografie gekommen bin und welches Equipment ich nutze.

Meine Geschichte in Sachen Hundefotografie

Ich habe immer schon gerne fotografiert – oder vielleicht eher „geknipst“. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich meinen ersten Fotoapparat zu Weihnachten bekam. Damals natürlich noch mit Film und nicht wirklich vielen Einstellungsmöglichkeiten. Ich war begeistert (und ich glaub sogar, ich habe ihn immer noch). Als Teenager kaufte ich mir dann gemeinsam mit meinem Vater die erste analoge Spiegelreflexkamera. Es war die Canon EOS 300 – direkt mit zwei Objektiven. Auch damals war es eher knipsen als fotografieren, aber ich liebte es. Ich hatte keine Ahnung von Einstellungen, es gab auch kein Vorschaudisplay. Die Überraschung war immer groß, wenn der Film entwickelt wurde.

Meine erste digitale Spiegelreflexkamera kaufte ich mir mit 24 Jahren. Es war die Canon EOS 400D im Kit mit zwei Standardobjektiven, später kam noch ein Makroobjektiv dazu. Und ehrlich? Immer noch keine Ahnung von Einstellungen! Meistens habe ich im Automatikmodus fotografiert. Ich war stolz.. damals… heute lächele ich, wenn ich die Fotos sehe. Allerdings nicht, weil ich mich darüber lustig mache, sondern, weil ich eine Entwicklung sehe! Jeder hat mal angefangen – also sei auch Du mit Dir selbst geduldig.

Einige Jahre später stieg ich auf die Canon EOS 7D um – damals das aktuellste, was es auf dem Markt gab. Diese Kamera begleitete mich fast 10 Jahre! Sie liegt immer noch bei mir im Schrank. ich wollte sie eigentlich verkaufen, aber ich hänge an meiner „alten Lady“.

 

Unser Instagram-Account

Den größten Beitrag zur Entwicklung meiner Fotografie hat Instagram beigetragen. Als ich unseren Hundeaccount dort eröffnete, damals noch nicht unter dem Namen „sleepherds“, postete ich anfangs die meisten Fotos mit dem Handy. Meine Kamera staubte im Schrank ein. Doch dann sah ich die vielen vielen tollen Fotos und ich dachte mir: ICH WILL DAS AUCH KÖNNEN!!! 🙂

Also Kamera entstaubt und los gelegt. Ich brauche immer etwas länger als andere, um meinen Weg zu finden (hauptsächlich, weil ich schnell verunsichert bin). Nach und nach arbeitete ich mich ein und die Fotos wurden besser. Ich bin noch längst nicht da, wo ich mal hin möchte, aber das macht nichts. Ich bin stolz darauf, was ich bisher geleistet habe. Deswegen auch hier noch mal ein wichtiges Wort an Dich: Kein Meister ist vom Himmel gefallen! Und auch die Profis lernen täglich hinzu. Also erwarte bitte nicht von Dir, dass Du direkt perfekt ablieferst.

Übrigens stieg ich dann im Sommer 2018 auf eine neue Kamera um. Dazu nun aber mehr unter Equipment.

Unser Instagram-Account Sleepherds
Du findest uns auf Instagram unter unserem Namen Sleepherds

Der tägliche Wahnsinn als „Petfluencer“? Lies, was wir täglich erleben und wie wir auf Instagram gewachsen sind.

Hundefotografie – das richtige Equipment

Jeder Fotograf wird Dir sagen: Teures Equipment machen nicht automatisch gute Bilder! Und das ist absolut korrekt. Denn man muss es schließlich auch bedienen können. Dennoch ist es aus meiner Erfahrung aber so, dass Dir eine gute Ausrüstung zumindest schon mal die Weichen stellen kann. Irgendwann kam ich nämlich an einen Punkt, an dem ich mit allem unzufrieden war, weil meine alten Sachen einfach nicht das leisten konnten, was ich wollte!

Aber, und das möchte ich ganz klar betonen: Es macht überhaupt keinen Sinn, 2000 Euro oder mehr für eine Ausrüstung auszugeben, wenn man erstens noch gar nicht weiß, ob man bei der Fotografie dabei bleibt und zweitens noch gar kein Gefühl dafür hat, was man machen möchte. Oft ist der Start mit einem gebrauchten Set interessant, um auf günstige Weise zu probieren und zu testen. Bei mir war es die richtige Entscheidung, mit einer Einsteigerkamera anzufangen und mich zu steigern.

Wenn Du wissen möchtest, wie ich es schaffe, dass Miras Fell so unglaublich glänzt, lies hier mehr.

Meine jetzige Ausstattung

Ich werde quasi täglich gefragt, mit welcher Ausrüstung ich meine Fotos mache. Deswegen möchte ich Dir hier einen kleinen Einblick geben. Ich habe mir inzwischen eine sehr guten Mix zusammen gestellt, der auch einiges gekostet hat. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen, aber mal ganz ehrlich: Ich arbeite echt viel und gönne mir sehr sehr selten etwas. So What!

Meine Kamera

Seit letztem Jahr bin ich stolze Besitzerin einer Vollformatkamera, der Canon EOS 5D Mark IV (den Unterschied zwischen Vollformat- und Crop-Kamera hier zu erklären, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen).

Die 5D Mark IV gehört schon eher ins Profi-Segment. Canon hat nur wenige Modelle, die noch besser sind. Du kannst Dir bei Canon gut merken: Je kleiner die Zahl desto besser die Kamera (wobei das sehr Pauschal gesagt ist, dann eine 650 D ist aktueller als eine 450D – aber die 5D ist besser als 80D, die 80D besser als die 650D und die 650D besser als beispielsweise eine 1000D. Dann gibt es auch noch Unterschiede zwischen Vollformat – und Crop. Verwirrend? Ich weiß. Deswegen lasse Dich am besten in einem Fachgeschäft gut beraten.). Es gibt natürlich auch noch andere Kamerahersteller. Ich habe mit Canon angefangen und werde sicherlich auch Canon immer treu bleiben. Aber auch Nikon hat schöne Töchter – ääääh, Kameras 🙂

Ich muss ehrlich sagen: ICH LIEBE MEINE KAMERA! Sie bietet mir so viele Möglichkeiten. Aber für gute Fotos muss es definitiv nicht so ein teures Modell sein!

Meine Objektive für die Hundefotografie

Beim Wechsel auf die Canon EOS 5D Mark IV habe ich auch nach und nach meine Objektivauswahl umgestellt, da einige alte Objektive nicht mehr gepasst haben. Was ich Dir definitiv empfehlen kann: Auch wenn Du Dir nicht die teuerste Kamera leisten kannst, achte bei den Objektiven auf eine gute Qualität. Ein Objektiv, welches ich Dir vorstellen werde, ist nicht mal sonderlich teuer im Vergleich zu anderen Objektiven – und ich nutze es sehr sehr oft. Die Fotos, die Du bei den Objektivvorstellungen siehst, sind komprimiert, damit die Seite nicht ganz so langsam läd. In Originalgröße sind sie wesentlich schärfer.

  1. Canon EF 50mm f/1.8 STM Objektiv) schwarz

  2. Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM 

  3. Canon EF 135mm f/2L USM 

  4. Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM 

  5. Sigma 20mm F1,4 DG HSM Art 

Objektiv 1 für Hundefotografie – der Allrounder

Das 50mm von Canon kostet knapp über 100 Euro, welches im Objektivdschungel wirklich günstig ist. Dennoch ist es nach wie vor eins meiner Lieblingsobjektive. Es ist leicht und perfekt für Portraitaufnahmen. Das Objektiv hat einen tollen Schärfeverlauf und passt sowohl an Vollformat- als auch Cropkameras. Wenn Du mit der Fotografie beginnst und gerne schöne Portraitaufnahmen von Deinem Hund (oder Menschen) machen möchtest, so eignet sich dieses Objektiv perfekt, um zu starten.

Hundefotografie mit einem 50mm Objektiv
Dieses Foto habe ich erst kürzlich mit dem Canon 50mm 1.8 aufgenommen. Für kleinen Preis liefert dieses Objektiv unglaublich tolle Ergebnisse und ich kann es von Herzen empfehlen – egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener.
Objektiv 2 für Hundefotogafie und Portraitfotografie

Das 85mm 1,2 ist mein neustes Objektiv und ich habe es mir gebraucht gekauft. Zugegeben: Ich finde es nicht ganz so einfach, damit umzugehen. Aber: Es ist für mich unangefochten im meiner Sammlung DAS Portraitobjektiv schlechthin. Da ich nebenbei auch immer mal Hochzeiten oder andere Aufträge fotografiere, ist es inzwischen das bei mir meist genutzte Objektiv. Für den Anfang aus meiner Sicht aber eher ungeeignet, da der Fokus nicht einfach ist und es auch zu Abberationen neigt.

Perfekte Freistellung mit einer Festbrennweite
Dieses Foto ist mit dem 85mm aufgenommen – ein sehr anspruchsvolles Objektiv, was ich mit 1,2 nicht unbedingt jedem empfehlen würde.
Objektiv 3 für Hundefotografie

Das 135mm ist ein weiteres Objektiv mit Festbrennweite. Es gibt Dir eine tolle Freistellung. Einziger Nachteil: Du musst etwas von Deinem Hund weg gehen können, um Fotos zu machen. Bleibt Dein Hund nicht sitzen oder Du kannst Dich aus anderen Gründen nicht einige Meter von Deinem Hund entfernen, so eignet sich dieses Objektiv nicht für Dich.

Hundefotografie mit dem Canon 135mm 2.0
Aufgenommen habe ich dieses Bild mit dem Canon 135mm 2.0 – Wie Du siehst, erreicht man hiermit eine tolle Freistellung und einen traumhaften Schärfeverlauf.
Objektiv 4 für Hundefotografie

Mein Tele-Objektiv! Ich träume immer noch von der besseren Ausführung mit einer kleineren Blendenzahl, aber da wir so oft draußen im Tageslicht fotografieren, ist auch dieses Objektiv toll. Auch dieses habe ich mir gebraucht gekauft und es begleitet mich mittlerweile schon einige Jahre. Ich nutze dieses Objektiv sehr gerne bei Bewegungs- und Actionfotografie. Allerdings ist es im Vergleich zu den anderen Objektiven wesentlich schwächer! Deswegen nutze ich es auch nur noch recht selten.

Hundefotografie mit einem Teleobjektiv
Hier ein Foto mit dem Tele-Objektiv. Ich finde, man sieht sehr deutlich die Qualitätsunterschiede zu den anderen Objektiven.

 

Objektiv 5 für Hundefotografie und Landschaftsaufnahmen

Das Sigma Art 20mm ist ein Weitwinkelobjektiv und eigentlich gar nicht so geeignet für Hundefotografie, da es einen starken Tellereffekt zaubert und die Nasen der Hunde schnell seeeeeeehr lang aussehen. Hauptsächlich habe ich es mir für Landschaftsfotografie gekauft – aber gut eingesetzt, zaubert es auch tolle Hundefotos. Trotzdem würde ich für die Hundefotografie eher zu einem 35mm raten.

Hundefotografie mit Weitwinkelobjektiv
Dieses Foto habe ich mit dem Weitwinkelobjektiv aufgenommen. Auch wenn das Objektiv nicht für typische Hundefotos geeignet ist, so zaubert es doch einen tollen Effekt

Fazit Hundefotografie

Natürlich habe ich mittlerweile eine echt ansehenswere Ausrüstung. Aber davon solltest Du Dich nicht leiten lassen. Auch mit einer günstigeren Ausrüstung lassen sich tolle Bilder zaubern. Außerdem kannst Du so schauen, ob Du länger dabei bleibst. Bei den Objektiven gibt es einige günstige Sahnestückchen wie zum Beispiel das 50mm, mit dem Du scharfe und tolle Portraits zaubern kannst. Wenn Du bei der Fotografie dabei bleibst, kannst Du dann nach und nach Deine Ausrüstung erweitern und Ausrüsten. 

Ich werde Dir in einem folgenden Beitrag noch weitere Tipps zur Fotografie Deines Lieblings und zur Bearbeitung geben. Vielleicht kannst Du noch das ein oder andere von mir lernen? Denn auch ich lerne täglich von anderen, schaue mir viele Tutorials an und teste und probiere mich aus 🙂

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2 Kommentare bei „Hundefotografie – mit dieser Ausrüstung fotografiere ich!“

  1. Halli Hallo 👋 Vielen Dank für den tollen Text! Sehr gut geschrieben und sehr informativ 😊
    Die Investitionen in die diversen Objektive hat sich auf jeden Fall gelohnt!

    Ich habe zwar eine Systemkamera eines Konkurenzunternehmens, bin aber durch Instagram mehr und mehr dabei, diese auch wirklich zu nutzen. Natürlich noch nicht auf einem guten Niveau, aber ich glaube, dass man in meinem Feed mittlerweile doch schon sehen kann, welche Bilder mit Kamera und welche mit dem Handy fotografiert wurden 😅😇

    Mach weiter so und liebe Grüße!
    Maren

    1. Liebe Maren, vielen lieben Dank für Dein liebes Kommentar. Bei mir war es genau so, dass Instagram mein Antriebsmotor war. Ich glaube, man lernt nie aus und entwickelt sich Tag für Tag weiter. Ich denke auch bei vielen Fotos von anderen: Puuuuh, wie machen die das nur 🙂 Aber so hat man immer ein Ziel und kann etwas lernen. Liebe Grüße, Wiebke

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