Hunde auslasten bei schlechtem Wetter (Anzeige)

Hunde bei schlechtem Wetter auslasten

Hunde auslasten bei schlechtem Wetter – warum solltest Du das tun? In großen Schritten nähern wir uns nun der dunklen Jahreszeit. Das bedeutet zum einen für die meisten von uns, dass sie ihre Spaziergänge auch im Dunkeln machen, aber auch, dass regnerische, stürmische und natürlich auch kalte Tage auf uns warten. Nun stört sich nicht jeder an dem Wetter, aber wer läuft schon gerne zwei Stunden im Starkregen durch die Gegend – die meisten Hunde definitiv nicht. Deswegen stelle ich Dir heute tolle Beschäftigungen vor, wie Du Deinen Hund auch drinnen gut auslasten kannst und er zufrieden danach schlummert.

Es gibt kein schlechtes Wetter?

Jeder kennt den beliebten Spruch: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Aber stimmt er wirklich? Aus meiner Sicht nein. Mich persönlich stört gemäßigter Regen nicht. Auch Mira findet es nicht schlimm. Aber kommt dann auch noch Sturm dazu (keine Seltenheit bei uns in Norddeutschland), sieht die Welt schon anders aus: Im Wald spazieren gehen, wo man vor dem Regen etwas geschützt ist? Bei Orkanböen zu gefährlich. In Wiesen und am Meer oder am Kanal spazieren gehen? Bei einem Sturm an der Nordsee fast nicht möglich (Mira ist ein Mal sogar kurz abgehoben 🙂 ).

Abgesehen davon mag auch nicht jede Hundenase gerne nach draußen wenn es regnet und stürmt. Auch Gewitter ist für die meisten Hunde angsteinflößend. Also ja: es gibt definitiv schlechtes Wetter! Und da hilft auch die beste Kleidung nichts 🙂

Hunde auslasten bei schlechtem Wetter: Was ist in der Wohnung zu beachten?

Generell ist für uns „drinnen“ ein Ort der Ruhe. Für wilde Zergelspiele ist eine Wohnung aus meiner Sicht nicht geeignet. Gerade junge Hunde sollten nicht im wilden Spielen durch die Wohnung toben. Aber zwischen Spielen und Toben und gezielter Auslastung liegt ein großer Unterschied. Deswegen zeige ich Dir heute, wie Du Deinen Hund in der Wohnung mit Spaß und Motivation auslasten kannst und er auch bei Schlechtwettertagen zufrieden mit sich und seiner Umwelt ist.

Hunde auslasten bei schlechtem Wetter: Spielzeuge / Kuscheltiere unterscheiden

Wer denkt, dass sein Hund die Spielzeuge nicht am Namen unterscheiden kann, der irrt. Hunde können sehr schnell Zusammenhänge lernen. Ein beliebtes Spiel bei uns Zuhause ist das Unterscheiden von Kuscheltieren oder Spielzeugen.

Der Aufbau

Anfangs nimmst Du erstmal nur zwei Gegenstände, die Dein Hund gerne mag, zum Beispiel einen Ball und ein Kuscheltier. Überlege Dir, wie der jeweilige Gegenstand heißen soll (Bei uns hieß zum Beispiel der Kuscheltiereisbär selbstverständlich Knut und das Rentier Rudolph).

Nimm eins dieser Gegenstände und lege es etwas von Dir weg. Animiere nun Deinen Hund, es aufzuheben. Sobald er dieses tut, nennst Du den von Dir gewählten Namen für beispielsweise das Kuscheltier. Wiederhole dieses mehrmals hintereinander über mehrere Tage hinweg, bis sich der Name in Bezug auf den Gegenstand gefestigt hat. Du kannst sehr gut überprüfen, ob Dein Hund verstanden hat, was Du mit dem Wort meinst, in dem Du den Gegenstand auch mal etwas versteckt und er ihn suchen muss, um ihn zu Dir zu bringen.

Anschließend wiederholst Du das gleiche mit dem zweiten Gegenstand. Auch hier einige Wiederholungen pro Tag über mehrere Tage hinweg. Überprüfe auch hier, ob er schon verstanden hat, was er suchen soll.

Hat Dein Hund die Übung verstanden?

Nun geht es darum, heraus zu finden, ob Dein Hund auch die einzelnen Wörter und Gegenstände unterscheiden kann. Lege hierzu beides etwas entfernt von einander auf den Boden. Sag Deinem Hund, was er Dir bringen soll. Bringt er Dir das richtige? Super! Dann wird er es aller Wahrscheinlichkeit nach schon richtig verknüpft haben.

Lege nun beide Gegenstände wieder etwas entfernt von einander und bitte Deinen Hund, den anderen Gegenstand zu holen.

Hunde bei schlechtem Wetter auslasten
Mira kann inzwischen schon einige Kuscheltiere auseinander halten. Aber Geduld: Sowas geht nicht von heute auf morgen.

Dein Hund versteht die Aufgabe nicht?

Sollte Dein Hund noch nicht die Entscheidung treffen können, immer mit der Ruhe. Er wird es in jedem Fall lernen. Arbeite einfach noch weiter an der Verknüpfung und gedulde Dich. Es ist viel Denksport für Deinen Hund und daher auch anstrengend. Sobald Dein Hund beide Gegenstände voneinander unterscheiden kann, kannst Du weitere Gegenstände dazu nehmen. Außerdem kannst Du auch die Abstände zwischen den Gegenständen kleiner machen. Vielleicht muss Dein Hund später mal aus einem Haufen an Kuscheltieren das richtige auswählen?

Tipp: Für die Unterscheidung solltest Du nicht sein Lieblingsspielzeug nehmen. Hast Du einen richtigen Balljunkie, wird Dein Hund vermutlich immer direkt zum Ball stürmen, ohne großartig nachzudenken.

Kuscheltiere sortieren weiter ausbauen

Du kannst nun immer mehr Spielzeuge oder Kuscheltiere mit Deinem Hund trainieren. Später kannst Du die Kuscheltiere auch auf einen Haufen legen, um es noch schwerer zu machen.

Hunde bei schlechtem Wetter auslasten: Nasenarbeit in der Wohnung

Das Hütchenspiel

Auch Nasenarbeit ist anstrengend für Deinen Hund und somit eine perfekte Auslastung für Tage mit schlechtem Wetter. Schon wenige Minuten intensiver Nasenarbeit können einen Hund ermüden. Und wenn Du denkst, Nasenarbeit wäre doch etwas für draußen, hast Du Dich auch hier geirrt. Ich zeige Dir eine tolle Möglichkeit, Deinen Hund mit der Nase drinnen auszulasten.

Der Aufbau

Dieses Spiel kannst Du unterschiedlich aufbauen. Ich erzähle Dir nun meine Variante. Du kannst selbstverständlich selbst kreativ sein und Dir einen eigenen Weg ausdenken.

Die ersten Übungsschritte

Nutze drei Behälter. Perfekt eignen sich hierzu Blumentöpfe, die ein Loch an der Oberseite haben. Sie sind nicht so leicht umzustoßen. Stelle diese Blumentöpfe umgedreht hin. Unter einem dieser Blumentöpfe wird eine gute Leckerei versteckt – anfangs gerne unter den Augen Deines Vierbeiners.

Nun darf Dein Hund schnüffeln und versuchen, den richtigen Topf mit den Leckereien aufzustöbern. Schnuppert er am richtigen Loch, bestätigst Du das umgehend. Entweder mit einem Clicker oder mit einem Markerwort. Gleichzeitig hebst Du schnell den richtigen Blumentopf hoch und er darf die Belohnung verspeisen. Wie das mit dem Clicker genau funktioniert, erkläre ich Dir in meinem Beitrag Clicker-Training-Basics.

Wiederhole diesen Vorgang einige Male. Wähle natürlich auch mal andere Töpfe oder schiebe sie einfach wie beim Hütchenspiel hin und her.

Anzeigeverhalten

Wichtig ist nun, ein Anzeigeverhalten zu bilden. Dieses sieht bei jedem Hund unterschiedlich aus. Es kann Schwanzwedeln sein, mit der Pfote scharren, intensiveres schnüffeln oder anstupsen des richtigen Topfes. Sollte Dir das Anzeigeverhalten nicht ganz klar sein, dann zögere mal die Bestätigung mit dem Clicker leicht hinaus. Hierdurch wird Dein Hund aufgefordert, deutlicher zu zeigen, welchen Topf er wählt. Zeigt er es deutlicher, ist nun der richtige Zeitpunkt, wieder zu bestätigen.

Wenn Du nun der Meinung bist, Dein Hund hat das Spiel verstanden und Du kannst sein Anzeigeverhalten gut lesen, kannst Du nun das Spiel erweitern:

Geruchsmemory mit Teebeuteln

Das eben erklärte Spiel kannst Du nun nutzen, um den Schwierigkeitsgrad zu steigern. Hierbei soll Dein Hund lernen, den Geruch anzuzeigen, den Du ihm vorgibst, zum Beispiel Teebeutel. Doch vorerst musst Du noch einen Schritt einbauen, denn Dein Hund muss erst lernen, dass er unterscheiden soll.

Hierzu solltest Du zwei unterschiedliche Leckerli-Sorten bereit halten. Eine zwar attraktive Belohnung, aber nicht ganz so toll wie das Super-Leckerli aus Phase eins – und das Super-Leckerli. Das Superleckerli verstaust Du in Deiner Tasche (es dient als Belohnung). Von dem „normalen“ Leckerli verstaust Du nun eins in einer Tüte als Geruchsprobe (zum Beispiel einen Frischhaltebeutel) und das andere versteckst Du wie gehabt unter einem der Blumentöpfe.

Zeigt Dein Hund nun den richtigen Blumentopf an, bestätigst Du wie gehabt durch den Clicker oder Dein Markerwort, hebst aber nicht den Topf an – sondern belohnst ihn mit dem Superleckerli aus Deiner Tasche.

Auch diesen Vorgang wiederholst Du mehrfach.

Tipp: Bitte führe die ganzen Schritte aus den einzelnen Phasen nicht alle an einem Tag durch. Höre immer dann auf, wenn ein Schritt besonders gut geklappt hat. Dann kann sich dieses positive Erlebnis festsetzen und Dein Hund wird auch weiterhin motiviert bei der Sache bleiben.

Das Hütchenspiel
Wir haben einfach drei Blumentöpfe für dieses Spiel genutzt. Du kannst aber natürlich auch andere geeignete Behälter nutzen.

Aus etwas Essbarem werden Gegenstände

Zeigt Dein Hund auch bei dem weniger attraktiven Leckerli zuverlässig den richtigen Topf an, kannst Du noch einen Schritt weitergehen und das Suchobjekt verändern. Zum Beispiel wechselst Du erst noch auf Banane oder Apfel und stellst dann nach und nach auf Teebeutel um. Achte aber darauf, nichts zu nehmen, was zu stark für eine Hundenase riechen könnte, denn vergiss nicht: Die Nase ist der empfindlichste Sinn unserer Lieblinge. Zeige Deinem Hund auch hier wieder eine Geruchsprobe und lasse ihn suchen.

Aber Achtung – auch hier möchte ich noch mal wiederholen: Geh bitte langsam vor, Schritt für Schritt. Motivation und Spaß stehen bei diesem Spiel im Vordergrund. Dein Hund muss das Spiel erst verstehen und das geht bei den meisten Hunden nicht von jetzt auf gleich.

Die Königsklasse

Du bist soweit und Dein Hund zeigt Dir den richtigen Topf mit dem Teebeutel an? Dann kannst Du den Schwierigkeitsgrad noch weiter erhöhen: Lege nun einfach unter die drei Töpfe unterschiedliche Gegenstände und biete Deinem Hund die Geruchsprobe an. Wird er den richtigen Topf finden? Herzlichen Glückwunsch!

Nun sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: Du kannst die Gegenstände variieren, Du kannst auch die Duftstoffe immer feiner werden lassen.

Auch kannst Du die Töpfe mal weglassen und die Teebeutel in einen Korb legen und Deinen Hund das richtige raus suchen lassen. Ich bin mir sicher, Dir werden viele tolle Varianten zu diesem Spiel einfallen.

Hunde bei schlechtem Wetter auslasten: die praktische Haushaltshilfe

Du kannst Deinen Hund auch wunderbar in Deine Aufgaben im Alltag einbinden und ihn damit auslasten. Denn nicht nur Assistenzhunde können Menschen im Haushalt unterstützen – auch Dein Hund kann dies lernen.

Auch hier sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich gebe Dir ein paar Vorschläge und Inspirationen:

  • Seine (oder die Spielsachen der Kinder) in eine Kiste räumen
  • Wäsche zur Waschmaschine tragen
  • Leere Klopapierrolle vom Halter entfernen und in den Mülleimer werfen
  • Türen öffnen und schließen, wenn Du beide Hände voll hast
  • Licht an und ausschalten
  • Das Telefon reichen, wenn es klingelt
  • Taschentücher anreichen, wenn Du erkältet bist
  • Schubladen öffnen und schließen
  • Dir Deine Socken ausziehen

Das Aufräumen der Spielsachen kannst Du übrigens auch wunderbar mit dem Unterscheiden der Gegenstände verknüpfen.

Wie ich Mira das Schließen von Türen beigebracht habe, erfährst Du in meinem Bericht über geräuschsensible Hunde. Ähnlich baust Du auch das An – und Ausschalten von Licht auf.

Hunde bei schlechtem Wetter auslasten: Intelligenzspielzeuge

Du kannst auch ganz einfach zum Hunde auslasten bei schlechtem Wetter Intelligenzspielzeuge selbst bauen. Dafür benötigst Du nicht mal großes handwerkliches Geschick. Wie das funktioniert, berichte ich Dir in einem meiner nächsten Beiträge. Du darfst also gespannt sein.

Hunde auslasten bei schlechtem Wetter – Muskelaufbau

In einem älteren Beitrag habe ich Dir bereits erklärt, wie Du den Muskelaufbau beim Hund fördern kannst. Auch dieses ist eine perfekte Beschäftigung bei schlechtem Wetter und dient auch noch der Gesundheit.

Fazit: Hunde bei schlechtem Wetter auslasten

Wie Du siehst, gibt es unzählige Möglichkeiten, Deinen Hund auch drinnen auszulasten und ihm Alternativen zu bieten. Gerade, wenn das Wetter draußen Turbulenzen schlägt oder sich Dein Hund nach einer Operation nicht viel bewegen darf, muss er trotzdem nicht auf seine Kopfarbeit verzichten.

Also sei kreativ. Dein Hund wird es Dir danken und motiviert mit Dir arbeiten. Das stärkt übrigens auch gleichzeitig noch Eure Bindung.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit der AGILA Haustierversicherung. Vielen Dank an AGILA für die tolle Zusammenarbeit.

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3 Kommentare bei „Hunde auslasten bei schlechtem Wetter (Anzeige)“

  1. […] einen kannst Du Deinen Hund bei schlechtem Wetter auslasten. Fällt die körperliche Auslastung aufgrund von Witterungsverhältnissen mal kürzer aus, bietest […]

  2. […] mich keinen Sinn hat, überflüssig. Aber ein Couchpotato bin ich definitiv nicht und möchte auch bei schlechtem Wetter ausgelastet […]

  3. […] Mira von http://www.sleepherds.de liebt den Schnee. Dafür fahren wir auch gerne mal in den […]

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